Tempo 100 EP (2013)

MOC - Tempo 100 Cover
MOC fährt auf. Und zwar eine EP. „Tempo 100“ nimmt seine Hörer mit auf die große, weite Soundreise. Musik für Kopf und Kopfnicken, mit einem Hauch Tunnelblick, hübsch verschroben und verschraubt.

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01 – Fantomas
Moc-Tempo_100_Ep-01-Fantomas

Wolfgang: „Mit dem Groove des Citroen CV.“
Anatol: „Stereolab auf Zweitakter.“

02 – Tempo 100
Moc-Tempo_100_Ep-02-Tempo_100

Wolfgang: „Tempo 100…“
Anatol: „…interessiert mich nicht.“

03 – Space Jag
Moc-Tempo_100_Ep-03-Space_Jag

Wolfgang: „Schnurrt wie ein 8-Zylinder“
Anatol: „Am Rücksitz, Papa fährt“

04 – Linden
Moc-Tempo_100_Ep-04-Linden

Anatol: „Klingt, als spielte Caspar David Friedrich bei Kraftwerk“
Wolfgang: „Aber der Remix ist noch viel geiler.“


Remixes
Die Remixes zu „Tempo 100“. Von Magentaa durch den Club-Mixer gedreht und garniert mit Retro-Beats ’n‘ Blings zwischen Slow House, Miami und Hip Hop.

01 – Audi 100 F (113 bpm)
Audi 100 F

02 – Tempo Head (108 bpm)
Magentaa – Tempo Head

03 – Blauer Himmel (110 bpm)
Magentaa – Blauer Himmel

04 – Basswood Drive (90 bpm)
Magentaa – Basswood Drive


Tempo, Tempo

MOC ändert sich. Vielleicht waren es ja die Live-Auftritte in Münchner Clubs und Freilichtbühnen, aber nach dem gemächlichen Pony-Trab des Erstlingwerks nimmt „Tempo 100“ gewaltig Fahrt auf. Brachte „Halb Neun“ noch Musik für die stabile Seitenlage, sind die neuen Tracks schneller, direkter, tanzbarer.

MOC - Tempo 100 CoverMOC zieht es zur Electronica. Das mag daran liegen, dass Wolfgang auf Ableton Live umsteigt und Anatol noch tiefer in die Klangerzeugung seiner geliebten Elektron-Synthesizer krabbelt. „Tempo 100“ bietet vier Tracks, die zusammengehören, und die auch in einem Rutsch gehört werden sollten.

Arpeggiatoren sorgen für ölige 4-Takt-Beats, entspannte Soundflächen für die hübsche Fernsicht. Darüber mäandern Melodien, die den Zuhörer auch mal auf Seitenstraßen führen, bevor sie wieder auf den Flow der Hauptstraße beschleunigen. Nebendran ziehen Pop-Vocal-Schnipsel mit haken-schlagenden Texten vorbei („Tempo 100? Interessiert mich nicht“). Klassische Songs sind es nicht, auch keine klassischen Tracks – MOC schlängelt sich zwischendurch.

MOCZwei Jahre frickeln Wolfgang Schmetterer und Anatol Locker an den Tracks. Hunderte Soundschnipsel werden aufgenommen, abgehört, sortiert, kombiniert, gemixt, verworfen, zerhäckselt, zerstört, ge-remixt, neu aufgebaut und wieder zusammengepuzzelt. Lieber maximal als Minimal, fasst es Wolfgang zusammen. Eine herrlich peinvolle Arbeit, denn aus einem Stück würden andere Produzenten drei machen.

Die Samples, die auf „Tempo 100“ verwendet werden, fügen sich live nahtlos zu einem großen, dichten Mix zusammen. Es ist aber nicht der Club, nicht die 12-Inch, die MOC anstreben. Eher der MP3-Player unterwegs, Sounds für Stadt, Internet und Kopfhörer.

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