MOC – „Diorama“ (2022)

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Preview-Mix in zwei Minuten

 

Das ganze Album

Bio

Wolfgang Schmetterer: Rhodes, electronics, bass, percussion, gnarly bits, studio wizardry
Anatol Locker: Modular synths, electronics, Buchla, Moog, pocket orchestras, pianos, glitch & non-glitch

MOC - Wolfgang Schmetterer, Anatol Locker

Wolfgang Schmetterer, Anatol Locker

MOC, das sind Wolfgang Schmetterer und Anatol Locker. Beide laufen jahrelang im Münchner Glockenbachviertel aneinander vorbei. Dabei wohnen sie gerade 50 Meter Luftlinie auseinander. Ein gemeinsamer Freund bringt die Zwei zusammen. Mit einem vorsichtigen Beschnuppern auf der Hälfte der Strecke und einem gemeinsamen „Ja, dann schau ’mer mal“ beginnt die kreative Zusammenarbeit, die nun seit 15 Jahren für fünf Alben anhält.

Dabei kommen sie aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Schmetterer lernt Bass spielen und alles nur wegen Dub. Als Pop-Eklektiker bedient er sich aus so ziemlich allen Schubladen zwischen Punk, Minimal Music und Electropop. Schmetterer kann nicht nur Instrumente, sondern auch Hörspiel und Hintersinniges. Als „Magentaa“ veröffentlicht er süffige Elektronica und gönnt sich als Ausgleich die Produktion von Popsongs. Typisches Statement: “I put the Uzi in überproduziert.”

Locker lernt Klavier, aber er hat‘s mit Elektronik, Computern, stöpselt an Modularsynthesizern und kruden technischen Geräten, immer auf der Suche nach ungehörten Sounds. Er experimentiert mit Ambient und knobelt neuartige Musik-Collage-Techniken aus. Neben MOC spielt er mit Martha Bahr im Modular-Duo „Lucid Grain“. Er hält Game Boys für ausgewachsene Musikinstrumente und Control Voltage für eine große Erfindung der Menschheit.

MOC-Album Nr. 5: Diorama

MOCs fünftes Album „Diorama“ ist ganz sicher eines: vielschichtig! Die zehn Tracks wirken beim ersten Hören offen und zugänglich. Wer genauer hinhört, wird reich belohnt: Hier entfaltet sich ein Klangkosmos, der zum Zuhören einlädt und in den man gerne tiefer eintaucht.

Dummy Cover

Dummy Cover

Da umspielen generative Mikro-Melodien knurrige Basslines, sahnige Bläser tauchen aus massiven Sinuswellen auf und zuckrige Ondes-Martenot-Klänge treffen auf verzerrte Hallfahnen. Hier gibt es keine Sounds von der Stange, sondern grundsätzlich nur Handverlesenes. Präzise ausgezirkelte Mixes setzen die MOC-typischen Soundscapes liebevoll in Szene.

Das MOC-Tempo entspricht seit jeher einem entspanntem Kopfnicken. In einigen Tracks lässt sich MOC mehr Zeit, um Sound-Dioramen aufzubauen, Melodiebögen zu entwickeln, Hörende an der Hand zu nehmen und freundlich durch die verwinkelte Sound-Landschaft zu führen.